Sanierungstarifverträge – Mitarbeiter der LHG verweigern Sanierungsprozess

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LHG Lübeck Sanierungstarifverträge - Hafenhaus Travemünde
Sanierungstarifverträge - Im Hafenhaus könnte "Dicke Luft" herrschen. Die Gewerkschaftsmitglieder lehnen eine Einigung zur Sanierung ab.

Sanierungstarifverträge – Mitarbeiter der LHG verweigern Sanierungsprozess

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, haben die Mitglieder in der Lübecker Hafengesellschaft (LHG) den bisherigen Verhandlungsstand, im Rahmen einer Mitgliederbefragung, nicht angenommen. Die Tarifkommission hat daraufhin beschlossen, den Verhandlungsstand als Tarifergebnis nicht anzunehmen.

Lübeck – Die Mitglieder haben in einem demokratischen Prozess entschieden, den bisherigen Verhandlungsstand als Tarifergebnis nicht anzunehmen – und das ist ihr gutes Recht. Die Gesellschafter müssen sich nun fragen lassen, ob ihre Verhandlungsstrategie und der massive Zeitdruck das Scheitern des Prozesses der Sanierung verursacht hat. Die Sanierungstarifverträge sehen vor, dass neben den erheblichen befristeten Einschnitten beim Entgelt und vor allem die geforderte unbefristete Flexibilisierung der Arbeitszeit zur Ablehnung des Gesamtpaketes geführt hat. Die Betriebsvereinbarung Arbeitszeit hat entgegen der Zusagen im Eckpunktepapier bei der Abstimmung noch nicht vorgelegen“, so Karl-Heinz Pliete Fachbereichsleiter Verkehr ver.di Nord.

Sanierungstarifverträge  bedeuten immer Einbußen im Lohn und zusätzlich eine erhebliche Flexibilisierung der Arbeitszeit auf Dauer, sind die Faktoren die den Druck auf die Mitarbeiter ausüben. Ein klares Nein dazu ist das Ergebnis.

Im Hafen läuft es finanziell nicht gut. Ein großer Streitpunkt ist das der der Investor RREEF sich beharrlich weigert, sich an der Sanierung zu beteiligen. Stattdessen blockiert RREEF notwendige Investitionen für die Zukunftssicherung des Lübecker Hafens und macht deren Freigabe vom Zustandekommen der Sanierungstarifverträge abhängig“, erklärt Berith Jordan, Geschäftsführerin ver.di-Bezirk Lübeck/Ostholstein.

Den Anteilseignern ist es offensichtlich nicht gelungen, verlorenes Vertrauen bei den Beschäftigten zurückzugewinnen und der geforderten Bereitschaft zu einschneidenden Beiträgen mit entsprechender Wertschätzung zu begegnen. Dieser Umstand war maßgebliche Grundlage für das ablehnende Votum der Mitgliedschaft“, so Maya Schwiegershausen-Güth, Verhandlungsführerin Bundesfachbereich Verkehr.

Nun will ver.di in der kommenden Woche mit Gremien und Mitgliedern beraten wie sich das weitere Vorgehen gestalten läßt.

Quelle:ver.di

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