Das Streben nach Glück – Wählerinitiative

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Wählerinitiative für Lübeck
Lübeck - Unter der Initiative des Bürgermeister Kandidaten Detlev Stolzenberg soll sich in Lübeck eine Wählerinitiative formieren. Der Anklang ist recht groß gewesen, etwas zu groß für die gemietete kleine Räumlichkeit in den Media Docks.

Das Streben nach Glück – Wählerinitiative

Am heutigen Samstag, 18.11.2017 hatte der Bürgermeister Kandidat Detlev Stolzenberg, auf Wunsch vieler Interessenten zu einer Bekanntmachung in die Media Docks geladen.

Lübeck – Um es gleich zu betonen, mit einer solchen Vielzahl an Teilnehmern war nicht zu rechnen und der Örtlichkeit geschuldet, verließen bereits einige die Veranstaltung recht schnell. Es war auch keine Gründungsversammlung, lediglich ein erstes Treffen. 

Doch hier zeigt sich der deutliche Unterschied zu den etablierten Parteien und den Menschen, die immer noch ihr Lagerdenken haben. Genau dieses Lagerdenken möchte man nicht. Politisch andere Wege gehen ist auch eine Form von „Änderer werden“.

Aber, eine Partei will man nicht gründen, es soll bei einer Initiative bleiben. Nun hat der Begriff Initiative ja immer noch den Makel der „Aufrührer“ aus vergangenen Zeiten, ein ganz kristallklares Zeichen für Lübeck soll es nicht geben. Die Gründung und die Proklamation einer neuen Partei hätte womöglich doch mehr Leuchtfeuer Wirkung. Mal abgesehen davon, dass Parteien finanziell eine bessere Unterstützung bekommen, müsste diese Initiative sehr viel mehr aus der eigenen Tasche beisteuern, schon kamen die ersten Fragen auf, warum man darauf verzichten will.

Schnell entwickelte sich eine Überleitung zur G.A.L , eine Initiative, die wir in Lübeck ja schon haben. Die Argumentation zu diesem Thema entwickelte sich jedoch sehr schnell in eine Richtung, die der ganzen Sache abträgliche Argumente hinzufügt. Die G.A.L wird eher in der linken, ökologischen Ecke angesiedelt. Diese Initiative möchte mehr. 

Doch wie viel an „Mehr“ kann erreicht werden. Es zeichnet sich ab, dass jeder, der in den ersten Tagen dabei ist, auch ganz gehörig, viel gehört werden will. Die Kunst zuzuhören und sich, bevor man eine direkte Äußerung auf dass Gesagte reflektiert, wird für diese Initiative ein sehr schwerer Weg werden. Da bedarf es dann der Führung, welche Detlev Stolzenberg auch gut bewältigt. Doch dieser Weg wird hart, sehr hart. Hinzukommt, dass wenn man jemanden ausruft, der die Sache in die Hand nimmt, ja wieder eine Art Hierarchie entsteht, welche dann auch schnell wieder Lagerdenken werden könnte.

Zieht man nun eine Bewertung heran, zeichnet sich ab, dass in Lübeck politisch sehr viel Unruhe herrscht. Teilweise ist Politik auch nicht machbar, denn das Gefüge in der Bürgerschaft, nimmt sich viel Zeit um sich gegenseitig zu behaken und Entscheidungen bleiben dabei liegen, werden vertragt oder in den Ausschüssen so lange diskutiert, bis sich der Staub des Vergessens darüberlegt. Genauer gesagt, ist dies ist der am meisten kritisierte Punkt. Besser ausdrückt, in Lübeck kann man nicht auf den Punkt kommen.

Das war dann auch der eigentliche Tenor der Veranstaltung. Verdrossenheit war nicht zu spüren, vielmehr ein ganz großes Interesse an den politischen Dingen, verbunden mit dem Wunsch einer Veränderung. Nicht nur sozial und ökonomische Themen bewegen die Menschen, auch der Wunsch nach einer transparenten Wirtschaftspolitik hat Gewicht bekommen. 

Ein schönes Zeichen war auch die Durchmischung des Publikums. Nicht nur der politisch interessierte ältere Bürger brachte sich ein, auch junge Leute zeigten Interesse. Genau dies könnte ein Weg werden, wenn sich jeder anstelle, eines Abwinkens auch die Sorgen der nachfolgenden, oder vorherigen Generation zu eigen machen könnte.

Detlev Stolzenberg hat in dieser, ersten Veranstaltung, ein Versprechen eingelöst. Er bemüht sich auch, die Dinge auseinanderzuhalten und hat die ersten Infos verfasst, die wir hier in Kürze noch nachreichen werden.

Auch die Namensfindung der Initiative ist noch nicht abgeschlossen. Einige Vorschläge gibt es schon, wir werden das hier am Montag bearbeiten und eine Voting-Möglichkeit anbieten.

Es wird weitere Veranstaltungen geben, den Weg zeichnet der ehemalige Bürgermeister Kandidat Detlev Stolzenberg bis zur konstituierenden Sitzung.

Es scheint, als könne sich eine „Gute Sache“ in Lübeck etablieren. – cbo

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1 KOMMENTAR

  1. Ich bin beeindruckt vom „Ansturm“. Ich wünsche mir, Lübecker Politik tatsächlich transparenter und vor allen Dingen bürgerfreundlicher zu machen.

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