CDU Lübeck – Geniner Ufer mit sozialer Integration

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Das dreistufige Verfahren für das neue Baugebiet gestartet. Die CDU Lübeck begrüßt die Entscheidung, doch es sind noch viele Fragen offen. Foto TU-Brausschweig

CDU Lübeck – Geniner Ufer mit sozialer Integration

In einer Pressemitteilung hat der Vorsitzende des Bauauschusses Dr. Burkhart Eymer seine Freude über das Projekt ausgedrückt.

Lübeck – 775 Wohneinheiten sollen am Geniner Ufer geschaffen werden. Die Umwandlung des Gewerbegebietes zwischen Possehlstrasse und der Strasse „Bei der Gasanstalt“ erhielt in der Sitzung des Bauauschusses den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Damit wurde das dreistufige Verfahren für das neue Baugebiet gestartet.

Die CDU Fraktion unterstützt die Umwandlung des Gewerbegebietes Geniner Ufer in „Wohnen am Wasser“. Diese stellen einen wichtigen Beitrag zur Deckung des dringend benötigten Wohnbedarfs in der Hansestadt Lübeck da, erklärte der Vorsitzende des Bauausschusses, Dr. Burkhart Eymer.

Neben der angemessenen Berücksichtigung von öffentlich gefördertem Wohnungsbau hob Dr. Eymer besonders die Integration der sozialen Infrastruktur hervor. „Mit der Bernostiftung und der Johannes-Prassek-Schule gibt es bereits Interessenten für die Trägerschaft einer fünfgruppigen Kindertageseinrichtung und einer dreizügigen Grundschule. Darüber freuen wir uns als CDU sehr.“

Gute Durchmischung und Familienfreudlichkeit wurden ganz besonders betont. Es sind auch diverse Kinderspielplätze und Aufenthaltsflächen für alle Altersgruppen eingeplant, so der Vorsitzende des Bauauschusses. Die Nähe zur Altstadtinsel sei ebenfalls gegeben und die Lage des Gebietes wurde dabei ganz besonders betont. „Die vorteilhafte Lage am Geniner Ufer und der dringende Wohnungsbedarf haben es der CDU leichtgemacht, für die Umnutzung des Gewerbegebietes zu stimmen“, so Dr. Eymer abschließend.

Das sind die ersten Informationen, die man erhalten kann, bei den Menschen bleiben jedoch noch Fragen offen. Insbesondere die Anbindung des Nahverkehrs und die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten werden benannt. Hinsichtlich des Bedarfes des bezahlbaren Wohnraumes, teilte uns der Pressesprecher der CDU Marco Bröcker über Facebook mit „60% der geplanten Bruttogeschossfläche von 68.500 qm werden Mietwohnungen. Davon die Hälfte geförderter Wohnraum. Der geförderte Wohnraum unterteilt sich in 30 % 1,5-2-Zimmer-Wohnungen, 40 % 2- und 3-Zimmer-Wohnungen, 20 % 4-Zimmer-Wohnungen, und je 5% 5- und 6- Zimmer-Wohnungen.

Viele Menschen in Lübeck hegen einen gewissen Argwohn, es will sich eben noch nicht einstellen, das Gefühl, das hier in Lübeck eine Wandlung stattfindet. Wohnungsbau ist ein großes Thema und auch die Frage nach der Bezahlbarkeit ist immer ganz oben an. Es gibt auch schon Einwände gegen eine massive Sozialbebauung, lieber würden die Menschen einen ordentlich bezahlten Job haben, damit diese in dieser Gesellschaft teilhaben können. Auch die Menschen in Hartz IV haben ihre Bedenken, bei den Wohnungsgesellschaften ist zu viel Schufa und Aussagen wie „Da habe ich eh keine Chance“ spiegelt das Bild der Resignation wieder.

Ein interessante Arbeit zum Geniner Ufer kann man bei der TU-Braunschweig abrufen. Im Entwurf von Sönke Nähr & Eljas Alafian, Antonia Lüttig & Lotta Petersen, Nina Lehrum & Leon Vöckler, sind einige interessante Aspekte über das Gebiet nachzulesen und ebenfalls bereits einige Entwurfsbilder (Artikelfoto) sichtbar. So kann sich der interessierte Leser ein Bild von der Lage und der Umgebung machen Hier geht es zum Bericht – Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik

Wird es endlich gut in Lübeck. Die Zeichen stehen auf Veränderung, doch der Zeitraum, indem sich das ganze Verfahren abspielen wird, ist teilweise zu lang ausgedehnt. Insbesondere zu diesem Thema wünschen sich die Bürger der Stadt bessere und schnellere Verfahrensweisen. -cbo

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